Medizin und Anthropologie

Die Blumenbachsche Schädelsammlung im Zentrum Anatomie der Universitätsmedizin Göttingen

Johann Friedrich Blumenbach (1752 – 1840) hatte als junger Professor für Arzneikunde an der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen in den achtziger Jahren des achtzehnten Jahrhunderts begonnen, seine anatomische Forschung ganz auf den menschlichen Schädel zu konzentrieren.

Anthropologische Sammlungen

Die Abteilung für Anthropologie und Humanökologie (Bürgerstr. 50) des Instituts für Zoologie und Anthropologie verfügt über umfangreiche Sammlungsbestände, die zu Studienzwecken auf Anfrage über Dr. Birgit Großkopf, nach Anmeldung zugänglich sind.

Humanembryologische Sammlung / Blechschmidt-Sammlung

über einen Zeitraum von 25 Jahren, von 1946 bis 1973, wurden unter der Leitung von Prof. Blechschmidt 120 Embryonen aus dem ersten Schwangerschaftsdrittel sowie über 200 Organe oder Körperteile menschlicher Embryonen und Feten aus sämtlichen Phasen der Schwangerschaft als Zufallsfunde von gynäkologischen Operationen gesammelt.

Sammlung zur Geschichte der Geburtsmedizin (Medizingeschichte)

Die Sammlung von etwa 1.200 Objekten zur Geschichte der Geburtshilfe (Instrumente, Modelle, Präparate etc.) stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die akademischen Lehrer der Geburtshilfe und jeweiligen Leiter des Accouchierhauses in Göttingen – darunter Friedrich Benjamin Osiander (1759-1822) und Eduard von Siebold (1801-1861) – bauten sie als Lehr- und Forschungssammlung auf.

Moulagensammlung

Die Sammlung umfasst knapp 80, überwiegend gut erhaltene Moulagen von hoher Qualität, die Hauterkrankungen im Allgemeinen sowie Befunde der damals weit verbreiteten Krankheiten Syphilis, Gonorrhö und Tuberkulose abbilden.